{"id":14739,"date":"2022-03-21T14:29:37","date_gmt":"2022-03-21T13:29:37","guid":{"rendered":"https:\/\/crossculture-academy.com\/?p=14739"},"modified":"2024-03-07T22:27:33","modified_gmt":"2024-03-07T22:27:33","slug":"kulturelle-unterschiede-im-erziehungsstil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/crossculture-academy.com\/de\/kulturelle-unterschiede-im-erziehungsstil\/","title":{"rendered":"Kulturelle Unterschiede im Erziehungsstil"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/crossculture-academy.com\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Kulturelle-Unterschiede-im-Erziehungsstil-300x200-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14740\" title=\"\"><figcaption><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In vielen Entsendungsl\u00e4ndern begegnen deutsche Kinder und vor allem ihre Eltern einem Erziehungsstil, der stark von ihren eigenen Idealvorstellungen abweicht. Dazu kann beispielsweise geh\u00f6ren, dass Krippen und Kinderg\u00e4rten weniger ein p\u00e4dagogisches Konzept der Fr\u00fchf\u00f6rderung verfolgen, sondern mehr der fr\u00fchen Disziplinierung dienen. Denn vielerorts liegt das Einschulungsalter bereits bei vier oder f\u00fcnf Jahren und entsprechend der in der Gesellschaft verankerten Erziehungsgrunds\u00e4tze sind die Lehrkr\u00e4fte in den Vorschulen und Schulen eher autorit\u00e4r eingestellt. Es wird ein hohes Ma\u00df an Gehorsam verlangt, auf das die Krippen und Kinderg\u00e4rten systematisch vorbereiten. Freies Spiel und Spa\u00df finden nur in der Freizeit ihre Berechtigung.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben einer strengen Erziehung ist in vielen Schulen weltweit der Frontalunterricht nach wie vor die g\u00e4ngige Methode. Die Kinder lernen vor allem auswendig. In Deutschland und anderen westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern hochgehaltene Lernziele wie Probleml\u00f6sef\u00e4higkeiten, Kooperation und Kreativit\u00e4t werden kaum gef\u00f6rdert. Weitere Schwierigkeiten k\u00f6nnen durch extrem hohe Sch\u00fclerzahlen pro Klasse, eine geringe p\u00e4dagogische Ausbildung der Lehrer und veraltetes Unterrichtsmaterial entstehen. In&nbsp;L\u00e4ndern mit stark ausgepr\u00e4gter Klassengesellschaft kommt h\u00e4ufig hinzu, dass Kinder bestimmter Herkunft oder Religion schlechter oder besser behandelt werden als andere.<\/p>\n\n\n\n<p>Da der Unterricht in nationalen Schulen fast nur in der Landessprache gehalten wird, k\u00f6nnen Expat-Kinder je nach Grad ihrer Sprachkenntnisse schnell \u00fcberfordert sein, weil sie dem Unterricht nicht ausreichend folgen k\u00f6nnen. Oder aber sie langweilen sich, weil sie im Unterricht gedanklich abschalten, das aber auch keinem gro\u00df auff\u00e4llt. Leistungsst\u00e4rkere Kinder, die bereits in Krippe und Kindergarten die Landessprache gelernt haben, k\u00f6nnen in der nationalen Schule unterfordert sein, wenn sie z. B. wegen der gro\u00dfen Klassengr\u00f6\u00dfe und des Frontalunterrichts nicht ihrem Leistungsstand entsprechend gef\u00f6rdert werden. Auch Kinder mit Lernschwierigkeiten erhalten unter diesen Rahmenbedingungen wahrscheinlich nicht die n\u00f6tige Aufmerksamkeit.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Internationale Schule &#8211; und alles ist gut?<\/h4>\n\n\n\n<p>Nicht alle internationalen Einrichtungen bieten die ideale L\u00f6sung. Einige Expats machen die Erfahrung, dass internationaler Kindergarten und Schule an ihrem Entsendungsort gr\u00f6\u00dftenteils von Kindern reicher B\u00fcrger des Gastlandes besucht werden. Das dortige Angebot wird zum Luxusgut erhoben, was ein entsprechendes Statusdenken der Kinder unweigerlich nach sich zieht. In diesem Fall bietet die internationale Schule auch nicht mehr die bunte Mischung aus zig Nationen, sondern die Mehrheit der Kinder spricht au\u00dferhalb des Unterrichts bevorzugt die Landessprache.<br>Die Lehrer sind h\u00e4ufig ebenfalls Einheimische, die lediglich auf Englisch oder Franz\u00f6sisch unterrichten. P\u00e4dagogik und Lerninhalte werden durch die Standards im Gastland definiert, sodass auch hier m\u00f6glicherweise nur Wissen abgefragt wird, statt das selbstst\u00e4ndige Denken der Kinder zu trainieren. Neu dazukommende Expat-Kinder finden sich hier schnell in einer Au\u00dfenseiterposition.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie die richtige Einrichtung finden?<\/h4>\n\n\n\n<p>Expat-Familien im Ausland sehen die Auswahl einer passenden Betreuungseinrichtung oder Schule f\u00fcr ihre Kinder h\u00e4ufig eingeschr\u00e4nkt, insbesondere wenn wegen der Sprachbarriere oder den lokalen Rahmenbedingungen nur wenige Einrichtungen in Frage kommen. Umso wichtiger ist es, dass sie sich ein m\u00f6glichst realistisches Bild der lokalen Angebote verschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Auswahl einer Betreuungseinrichtung oder Schule sollten Sie als Eltern unbedingt auch einmal unangemeldet erscheinen, also nicht nur Tage der offenen T\u00fcr besuchen oder einen begleiteten Rundgang unternehmen. Einen authentischen Eindruck erhalten Sie nur, wenn sie mit anderen Eltern sprechen, die gerade ihr Kind abholen, oder es ihnen sogar gelingt, sich ein wenig umzusehen. Wichtige Anhaltspunkte geben Ihnen Aush\u00e4nge, Bastelarbeiten, Veranstaltungsank\u00fcndigungen etc. Achten Sie aber auch darauf, was Sie vermissen, z.B. kreative Malereien der Kinder oder helle Klassenr\u00e4ume. Die meisten Eltern bekommen sehr schnell ein Gef\u00fchl daf\u00fcr, ob sie eine Einrichtung m\u00f6gen oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Reputation einer Schule l\u00e4sst sich viel in lokalen Internetforen erfahren. Werden dort Missst\u00e4nde angeprangert, sollten Sie diese vielleicht nicht gleich f\u00fcr bare M\u00fcnze nehmen, aber als Grundlage f\u00fcr Ihre weitere Recherche. Wird eine Schule von lokalen Eltern hochgelobt, m\u00fcssen Sie nat\u00fcrlich mit einbeziehen, dass diese vielleicht andere Erziehungsgrunds\u00e4tze verfolgen als Sie selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist gar keine akzeptable Schule in der N\u00e4he Ihres Entsendungsortes zu finden, bietet die deutsche Fernschule e.V. einen Vollunterricht f\u00fcr Grundschulkinder an. Danach kann der Fernunterricht des Instituts f\u00fcr Lernsysteme (ILS) eine Option sein. Im Auftrag des Ausw\u00e4rtigen Amtes betreut ILS Sch\u00fcler der Klassen 5 bis 10 per Fernunterricht nach deutschen Lehrpl\u00e4nen f\u00fcr alle drei Schulformen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie k\u00f6nnen Eltern Schulproblemen begegnen?<\/h4>\n\n\n\n<p>Und was k\u00f6nnen Eltern tun, wenn ihre pers\u00f6nlichen Vorstellungen und W\u00fcnsche hinsichtlich der Erziehungs- und Lernmethoden und die im Gastland gegebenen Optionen weit auseinanderklaffen?<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist f\u00fcr Expat-Kinder genauso wie f\u00fcr Eltern, den Kontakt zu Deutschland und zum deutschen Erziehungsleitbild zu halten. Deutsche Kindersendungen aufzeichnen oder DVDs anschauen, deutsche Kinderb\u00fccher lesen, deutsche Lernportale im Internet nutzen und den Kontakt zu Kindern in Deutschland (bei Besuchen oder per Internet und Webcam) pflegen: Dies alles kann Sie dabei unterst\u00fctzen, die eigenen, deutsch gepr\u00e4gten Erziehungsstandards aufrechtzuhalten.<br>Sie sollten immer ein offenes Ohr daf\u00fcr haben, wie sich Ihre Kinder in Krippe, Kindergarten oder Schule tats\u00e4chlich f\u00fchlen. Dinge, die Sie selbst als Problem sehen, haben vielleicht gar keinen so gro\u00dfen Einfluss auf Ihre Kinder. W\u00e4hrend andere Faktoren, an die Sie selbst nicht denken, eine weitaus gr\u00f6\u00dfere Bedeutung haben k\u00f6nnen. Berichten Ihre Kinder von Schulproblemen, sollten Sie immer darauf achten, ob nicht auch kulturelle Unterschiede zwischen Schule und Zuhause zu dem Konflikt beitragen?<\/p>\n\n\n\n<p>Deutschunterricht zu Hause \u00fcber die Fernschule hilft nicht nur dabei, mit deutschen Lehrpl\u00e4nen mitzuhalten, sondern auch, den deutschen Lernstil beizubehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Insbesondere bei \u00e4lteren Kindern kann es empfehlenswert sein, ihr Bewusstsein \u00fcber die bestehenden Unterschiede zwischen den Erziehungsstandards in der Familie und im Gastland zu sch\u00e4rfen. So k\u00f6nnen Sie ihnen beispielsweise ein ungewohnt strenges Verhalten der Lehrer besser erkl\u00e4ren. Ihre Kinder d\u00fcrfen auch wissen, wenn Sie selbst eine Erziehungsmethode in der Schule nicht richtig finden, es aber gut hei\u00dfen, dass sich Ihre Kinder an die lokalen Regeln anzupassen versuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Altersstufe nehmen Schule und Freunde den h\u00f6chsten Stellenwert im Leben Ihrer Kinder ein. Nichtsdestotrotz wird die Pr\u00e4gung durch die eigene Familie nicht ausgel\u00f6scht. Leben Sie daher Ihre Standards weiter vor, auch wenn Sie zeitweise das Gef\u00fchl haben, dass das Umfeld einen gr\u00f6\u00dferen Einfluss auf Ihre Kinder hat als Sie selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsame Aktivit\u00e4ten mit der ganzen Familie st\u00e4rken Sie als Einheit. Nehmen Sie sich daher im Ausland extra viel Zeit f\u00fcr Familienrituale, Gespr\u00e4che und gemeinsame Mahlzeiten. Kinder, die sich zu Hause sicher und geborgen f\u00fchlen, k\u00f6nnen Konflikten au\u00dfer Haus selbstsicher die Stirn bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fchlen Sie sich selbst in der Elterngemeinschaft als Au\u00dfenseiter, hilft nur eines: Aktiv werden! Lassen Sie keine Gelegenheit aus, sich zu beteiligen. Helfen Sie beim Sommerfest, laden Sie andere Eltern und Kinder zu sich nach Hause ein und suchen Sie \u00f6fters das Gespr\u00e4ch mit den Erziehern\/Lehrern. Viele Dinge, die Sie zuvor nur als Au\u00dfenstehender betrachtet haben, sehen Sie aus der N\u00e4he betrachtet vielleicht in einem neuen Licht. Mit Sicherheit unterst\u00fctzen Sie so auch die Eingew\u00f6hnung Ihrer Kinder.<\/p>\n\n\n\n<p>Haben Sie das Gef\u00fchl, dass in der lokalen Einrichtung die Kreativit\u00e4t Ihrer Kinder zu wenig gef\u00f6rdert wird oder sie ihre Potenziale nicht voll entfalten? Dann kann die L\u00f6sung eigentlich nur lauten, dies zu Hause zu kompensieren. Einfacher wird dies, wenn Sie in der Expat-Community Mitstreiter finden und Sie gemeinsam Bastelnachmittage, Kindertheater, deutsche Lerngruppen etc. veranstalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn in der ausl\u00e4ndischen Schule etwas ganz Entscheidendes fehlt, sollten Sie vielleicht die Initiative ergreifen, um Abhilfe zu schaffen? Vielleicht werden Sie positiv \u00fcberrascht, wie viele andere Eltern Ihrer Meinung sind. Es liegt zumindest im Bereich des M\u00f6glichen, dass Sie etwas Gutes aus Ihrer deutschen Schule ins Ausland importieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Und zu guter Letzt: Halten Sie Kontakt zu Freunden in Deutschland mit gleichaltrigen Kindern. Tauschen Sie sich \u00fcber Ihre Sorgen aus. Wahrscheinlich werden Sie sehen, dass auch Ihre deutschen Freunde mit Kindergarten- und Schulproblemen zu k\u00e4mpfen haben. Denn auch dort gibt es Missst\u00e4nde.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Freizeit und Freunde<\/h4>\n\n\n\n<p>Unterschiede in den Erziehungssystemen machen sich auch bemerkbar, wenn Sie im Gastland einheimische Nannys oder Hauspersonal besch\u00e4ftigen. Hier gilt es, zwischen lokalen Vorstellungen und Ihren eigenen Erziehungsgrunds\u00e4tzen eine gute Balance zu finden. Im Idealfall erreichen Sie bei Ihrem Personal ein ausreichendes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Ihre Ansichten. Ansonsten m\u00fcssen Sie freundlich, aber bestimmt Ihre Grenzen setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Werden Ihre Kinder h\u00e4ufig zu einheimischen Freunden eingeladen, sollten Sie dies vor allem als Chance sehen, zu lernen, welche Werte im Gastland gelebt werden. Unterst\u00fctzen Sie Ihre Kinder, die Regeln zu akzeptieren, die die Eltern Ihrer Freunde aufstellen. Versuchen Sie auch bei Ihnen zu Hause einen Rahmen zu schaffen, in dem sich die Freunde Ihrer Kinder wohl f\u00fchlen. Nur so erreichen Sie, dass kulturelle Unterschiede den Freundschaften Ihrer Kinder nicht im Wege stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sind Ihre Kinder das Spielen und Herumtoben im Freien gew\u00f6hnt und k\u00f6nnen dies im Gastland wegen der hohen Temperaturen oder aus Sicherheitsgr\u00fcnden nicht mehr tun, sollten Sie nach Alternativen suchen. Oft ist es Eltern gar nicht bewusst, dass es ihren Kindern vor allem an Bewegung und Aktivit\u00e4t fehlt. Organisierte Verabredungen zu Hause sind sicherlich eine Alternative, aber auch Sport in der Freizeit kann f\u00fcr Bewegung und Spiel mit Gleichaltrigen sorgen \u2013 insbesondere wenn diese Dinge in Kindergarten oder Schule wenig gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Betreiben Sie Helicopter Parenting?<\/h4>\n\n\n\n<p>Insbesondere wenn sie in ihrem Umfeld mehr Gefahren wahrnehmen als beispielsweise in ihrem Heimatort in Deutschland und auch das Vertrauen in das lokale Schulsystem nicht vorhanden ist, neigen Expat-Eltern schnell zum \u00dcberbeh\u00fcten. Wie ein Hubschrauber kreisen sie dann permanent um ihre Kinder und organisieren ihr gesamtes schulisches wie privates Leben. Auch unabh\u00e4ngig von einem Auslandsaufenthalt gilt dieses &#8222;Helicopter-Parenting&#8220; als eines der Erziehungsph\u00e4nomene unserer Zeit: Eltern versuchen, jede Aktivit\u00e4t ihrer Kinder zu beobachten, zu beeinflussen und zu steuern. Ihre Motive sind ein \u00fcberaus hohes Sicherheitsbed\u00fcrfnis, aber auch gesellschaftlicher Leistungsdruck und eine gewisse Erwartungshaltung. Ziel ist es, neben dem Schutz vor Gefahren, Verletzungen, Entt\u00e4uschungen meist auch eine hohe akademische Leistung ihrer Spr\u00f6sslinge und damit den sp\u00e4teren beruflichen Erfolg in Zeiten des globalen Wettbewerbs abzusichern.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Oder m\u00f6chten Sie ein Freerange-Kid?<\/h4>\n\n\n\n<p>Eine Gegenbewegung zum Helicopter-Parenting bilden die Freerange-Kids. Der Name beruht auf der amerikanischen Bloggerin und Buchautorin Lenore Skenazy. Sie beschreibt, wie die st\u00e4ndige Medienberichterstattung \u00fcber Verbrechen, Unf\u00e4lle und Missbrauchsf\u00e4lle dazu f\u00fchrt, dass Eltern ihre Kinder gar nicht mehr aus den Augen lassen. Das Ergebnis sind ihrer Ansicht nach unselbstst\u00e4ndige Kinder, die sich gerade in Gefahrensituationen nicht selbst zu helfen wissen. Ihr Aufruf: Kinder sollen Fahrradhelme tragen, im Auto in sicheren Kindersitzen fahren und sich immer anschnallen. Aber sie m\u00fcssen trotz allem auch einmal alleine aus dem Haus und ihre eigenen Erfahrungen machen d\u00fcrfen. Ein weiteres Schlagwort ist das Slow Parenting: Eltern sollen Kinder Kinder sein lassen und ihnen durch eine Reduzierung der au\u00dferschulischen Aktivit\u00e4ten mehr Freiraum geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Erziehung ist auch unter den besten Voraussetzungen niemals eine leichte Sache. Als Expat-Eltern, fernab Ihres eigenen sozialen Netzwerkes, m\u00fcssen Sie h\u00e4ufig erst Ihre eigenen Standards und Werte definieren. Schulische Missst\u00e4nde am Entsendungsort k\u00f6nnen Sie nur durch viel Eigeninitiative kompensieren. Aber bedenken Sie immer auch, dass Ihre Kinder im Ausland Dinge lernen, die Sie selbst vielleicht gar nicht auf Ihrer pers\u00f6nlichen &#8222;Wunschliste&#8220; stehen haben. F\u00fcr das eine, was Ihre Kinder in Kindergarten oder Schule im Ausland vielleicht missen, erhalten sie viele andere wichtige Erfahrungen f\u00fcr ihren sp\u00e4teren Lebensweg.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Autorin<\/em><\/strong><em>: Katrin Koll Prakoonwit<\/em>&nbsp;\u2013&nbsp;<em>Bevor sie sich als Journalistin selbst\u00e4ndig machte, schrieb&nbsp;Katrin Koll Prakoonwit&nbsp;L\u00e4nderanalysen f\u00fcr die FAZ. Heute arbeitet sie f\u00fcr Publikationen verschiedener Beratungsunternehmen und Verlage. Frau Koll Prakoonwit lebt in Reading, Berkshire, bei London.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In vielen Entsendungsl\u00e4ndern begegnen deutsche Kinder und vor allem ihre Eltern einem Erziehungsstil, der stark von ihren eigenen Idealvorstellungen abweicht. 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