{"id":12196,"date":"2021-08-27T15:38:00","date_gmt":"2021-08-27T13:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/crossculture-academy.com\/?p=12196"},"modified":"2024-03-07T22:27:15","modified_gmt":"2024-03-07T22:27:15","slug":"kulturelle-werte-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/crossculture-academy.com\/de\/kulturelle-werte-usa\/","title":{"rendered":"Kulturelle Werte der USA"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/crossculture-academy.com\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Kulturelle-Werte-der-USA-13601348_s.jpg\" alt=\"Herz mit der amerikanischen Flagge, Stars and Stripes, USA\" class=\"wp-image-12197\" title=\"\"><figcaption><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In erster Linie ist es wohl der Glaube an Erfolg \u2013 und an den amerikanischen Traum. Daneben stehen Gleichberechtigung und Chancengleichheit, wie auch Kreativit\u00e4t, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-background has-primary-background-color has-primary-color is-style-default\"\/>\n\n\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Glaube an Erfolg<\/h4>\n\n\n\n<p>In vielen Regionen ist die amerikanische Kultur durch die protestantische Arbeitsmoral gepr\u00e4gt worden, die sich durch Selbstverantwortung, Selbstkontrolle, Ausdauer, den Wert harter Arbeit, Vorausplanung und Ehrlichkeit auszeichnet. Wenn man sich nur gen\u00fcgend anstrengt, wird man erfolgreich sein. Was z\u00e4hlt, ist das Ergebnis. Anstrengung allein wird nicht gew\u00fcrdigt. Der Ausspruch \u203anice try\u2039 sollte daher in den USA niemals als Kompliment verstanden werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass der gro\u00dfe Erfolg machbar ist, wurde bereits zigfach bewiesen. So gibt es in den Vereinigten Staaten viele Geschichten vom Tellerw\u00e4scher zum Million\u00e4r, aus der Werkstatt in der Garage an die B\u00f6rse, vom Bodybuilder zum Gouverneur oder vom Erdnussfarmer zum Pr\u00e4sidenten. Um nur ein paar der gro\u00dfen Namen zu nennen: Bill Gates und Microsoft, Mark Zuckerberg und Facebook, Jerry Yang und Yahoo sowie Steve Jobs und Apple.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer nicht beim ersten Mal erfolgreich ist, bekommt in den USA eine zweite oder dritte Chance. Henry Ford machte beispielsweise dreimal Pleite, bevor er seinen Weltkonzern aufbaute. Das amerikanische Insolvenzrecht erlaubt einer Person oder Firma, wieder auf die Beine zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Gleichberechtigung und Chancengleichheit<\/h4>\n\n\n\n<p>Im American Way of Life sind Gleichberechtigung und Chancengleichheit von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung. 1961 wurde das System der Affirmative Action, also der positiven Diskriminierung, eingef\u00fchrt, um Chancengleichheit herzustellen. Das Gesetz besagt, dass die Chancen eines Menschen nicht durch Rassenzugeh\u00f6rigkeit, Hautfarbe, Religion, \u00dcberzeugung, Staatsangeh\u00f6rigkeit, Herkunft, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Familienstand, Alter oder Behinderung beeintr\u00e4chtigt werden d\u00fcrfen. Minderheiten erhalten deshalb einen Vorsprung durch die Senkung der Leistungsanforderungen, beispielsweise bei der Zulassung zum Studium oder bei der Stellenbesetzung im \u00f6ffentlichen Sektor.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kreativit\u00e4t<\/h4>\n\n\n\n<p>Oft hei\u00dft es bei uns, dass Amerikaner keine Kultur h\u00e4tten. Ihre Kreativit\u00e4t wird dabei vergessen. Die K\u00fcnste, der kreative Ausdruck, der in Freiheit entsteht, ist ein gro\u00dfer kultureller Wert. Betrachtet man die Kreativit\u00e4t, die Filmindustrie, Musik oder Kunst dort hervorbringen, oder auch die Neuentwicklungen im IT-Bereich \u2013 wenn das nicht kreative Kultur ist, was dann?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit<\/h4>\n\n\n\n<p>Amerikaner sind sehr hilfsbereit. In der Pionierzeit war gegenseitige Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Siedler \u00fcberlebenswichtig. Bis heute ist es selbstverst\u00e4ndlich, neighborly, also ein guter Nachbar, zu sein. Man denkt sich nichts dabei, nebenan nach ein paar Eiern oder Zucker zu fragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was sich f\u00fcr unsere Ohren besonders freundlich anh\u00f6rt, ist in den USA der normale Umgangston. Viele Freundlichkeiten sind im Grunde genommen Floskeln, die erwartet werden:<\/p>\n\n\n\n<p>\u203aHow are you?\u2039 (\u203aWie geht es Ihnen?\u2039)<br>\u203aHow\u2019s life in Germany?\u2039 (\u203aWie ist das Leben in Deutschland?\u2039)<br>\u203aHow was your trip?\u2039 (\u203aWie war die Reise?\u2039)<br>\u203aYou\u2019ve got to come around the house some time.\u2039 (\u203aSie m\u00fcssen uns unbedingt mal zu Hause besuchen.\u2039)<br>\u203aLet\u2019s get together for a drink some time.\u2039 (\u203aWir k\u00f6nnen uns gerne mal auf einen Drink treffen.\u2039)<\/p>\n\n\n\n<p>Auf solche Fragen werden prinzipiell nur positive Antworten gegeben. Einladungen darf man erst Glauben schenken, wenn sie mit einem konkreten Terminvorschlag verbunden sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Autorin: <\/em><\/strong><em>Johanna Marius &#8211; Die \u00dcbersetzerin und Dolmetscherin Johanna Marius verweist auf eine langj\u00e4hrige Erfahrung als interkulturelle Trainerin. Durch ihre vielseitige Auslandserfahrung, insbesondere in einigen afrikanischen L\u00e4ndern, ist sie international gut vernetzt. Heute leitet sie das M\u00fcnchner Institute f\u00fcr Languages &amp; Intercultural Training und ist spezialisiert auf interkulturelle Kommunikation.<\/em><\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In erster Linie ist es wohl der Glaube an Erfolg \u2013 und an den amerikanischen Traum. Daneben stehen Gleichberechtigung und Chancengleichheit, wie auch Kreativit\u00e4t, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit. 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